| Navigations-Spalte | Spalte 1 | Spalte 1 | Service-Spalte |
|---|---|---|---|
Copyright © Evangelische Frauen e. V. Druckansicht |
|||
|
Essen Essgestörte lehnen ihren Körper als zu dick ab. „Ich fühle mich unwohl, fehl am Platz, scheiße, hässlich, unerträglich, überflüssig, eingesperrt, unsicher, klein, vereinsamt, zerrissen, eklig, kraftlos, schlecht,“ so beschreiben sich essgestörte Mädchen. Deutlich zeigt sich der Wunsch nach totaler Kontrolle über den Körper. Körpersignale, wie Hunger und Durst werden besonders gehasst, weil sie auf Genuss hinaus laufen könnten. Und Genuss wird mit Kontrolle verlieren, Sich-gehen-lassen gleichgesetzt. Mit Essen, Hungern und Erbrechen werden psychische Bedürfnisse gestillt. In Deutschland leiden ca. eine halbe Million Frauen zwischen 14 und 35 Jahren an Magersucht und Ess-Brech-Sucht. Auch junge Mütter sind inzwischen betroffen. Das Krankheitsbild der „nachgeburtlichen Magersucht“ weist zwei Gruppen von Betroffenen auf: diejenigen, die schon vor der Schwangerschaft Erfahrungen mit Ess-Störungen hatten und solche, die während der Schwangerschaft Ess-Störungen entwickelten. Als Auslöser werden die gesellschaftlichen Schlankheitsideale und der damit einher gehende Druck, Erfahrungen aus Familie, Freundeskreis und Umfeld, in denen das Thema Essen und Figur übermäßig bewertet wird und Diäten, welche als Einstiegsdroge wirken können, genannt. In der Schwangerschaft lässt sich die Kontrolle über den Umfang des Körpers normalerweise nicht bewahren, der Bauch wird dick. Auch das Leben mit einem Baby bedeutet eine gewaltige Umstellung, die zu integrieren ist. Ein Materialordner zu diesem Thema kann in der Fachstelle FrauenGesundheit ausgeliehen werden.
|
|||