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Wechseljahre„Meiner Meinung nach fängt das Leben erst richtig an nach der Menopause...“ sagen Frauen, welche die Wechseljahre als eine neue Entwicklung ihrer Persönlichkeit, ihrer Interessen und Aufgaben erlebt haben. Keine Phase im Leben von Frauen wird von Ihnen mit soviel Vorbehalt, Ablehnung und Ängsten erwartet wie die der Wechseljahre. Negative Erwartungen, Vorurteile und Abwertungen sind im Denken verankert. Die Wechseljahre werden verknüpft mit Leiden, Kränklichkeit, Abbau, Verlust und Ausgegrenztsein. Sie weisen in die Richtung Alter und Tod. Und diese Zuschreibungen haben etwas mit Frausein, mit Weiblichkeit, mit unserem Frauenschicksal zu tun. Wechsel ist Verlieren und Gewinnen gleichermaßen. Die Fähigkeit, Kinder zu bekommen, geht verloren, neue Möglichkeiten und Freiräume eröffnen sich. Interessanterweise gibt es kaum Untersuchungen eines normalen Verlaufs der Wechseljahre, also bei Nichtpatientinnen. Der Mehrheit der Frauen nach den Wechseljahren geht es relativ gut. Sie fühlen sich stabiler und gesundheitlich besser als vorher. Margret Mead nennt es den „postmenopausalen Schwung“. Frauen, welche die „ Frauenrolle“ nicht annehmen (Frauen, die Berufe haben, wenige oder keine Kinder), scheint es nach Literaturrecherchen besser zu gehen. In der christliche Religion trug Leib- und Sexualfeindlichkeit wesentlich dazu bei, die Wechseljahre und Menstruation mit einem kulturellen Tabu zu belegen. Die Überbetonung der Gebärfähigkeit hatte zwangsläufig eine Abwertung älterer Frauen zur Folge. Wurden früher Frauen mit den Wechseljahren unsichtbar, so sollen heute die Wechseljahre an den Frauen unsichtbar werden. Attraktivität Hormontherapie zur Verbesserung der Lebensqualität? Die Wechseljahre sind keine Krankheit, sind kein defizitärer Zustand und nicht nur eine Phase des Verlustes. Es ist eine Phase der ganzheitlichen persönlichen Veränderungen, die wie andere Lebensphasen auch ihre eigenen Schwierigkeiten, Chancen und Möglichkeiten mit sich bringen. In ihnen steckt die Chance mehr und stärker die Frau zu werden, die ich bin. |
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